Ein Leguan in Chiang Mai/Thailand

Es gibt so Geschichten, die müssen einfach erzählt werden. Nicht, weil sie besonders tiefsinnig sind oder eine große Pointe haben. Sondern weil sie einfach skurril und lustig sind. Wir sind in Chiang Mai, Nordthailand. Es ist gerade Loi Krathong, das buddhistische Lichterfest. Die Feierlichkeiten auf der Straße neigen sich schon dem Ende und wir sind auf der Suche nach einem gemütlichen Absacker. Als wir planlos durch die Straßen laufen, entdecken wir eine ziemlich abgeranzte Bar. Eine handvoll Thais sitzt draußen und trinkt Bier. Wir gesellen uns dazu, ohne zu wissen, was uns hier noch alles erwartet.

leguan, chiang mai, bar Nach einer regen „Unterhaltung“ mit Händen und Füßen, fangen unsere thailändischen Trinkkumpanen plötzlich laut zu grölen und johlen an (wenn man „johlen“ im Duden nachschlägt, findet man: Worte laut und unartikuliert herausschreien. Das trifft es ziemlich gut!). Wir haben schnell verstanden, um was es geht. Ein weiterer thailändischer Bierfreund hat die Bar betreten – zusammen mit seinem Leguan! Es ist wirklich eine der skurrilsten Geschichten, die ich jemals gesehen habe. Warum zur Hölle bringt man seinen Leguan mit in eine Bar?! Ganz lässig, so als wäre es das Normalste auf der Welt. In einem praktischen Holzkäfig verpackt. Kaum angekommen, darf der Leguan aus dem Käfig und wird herumgereicht, gestreichelt und gefüttert. Nachdem sich die Situation etwas beruhigt und wir unseren neuen, grünen Freund gut aufgenommen haben, folgt das nächste Highlight. Ein kleiner Thai mit dicker Knarre betritt die Bühne. Nein, keine richtige Knarre. Eine Böller-Pistole. Ganz lässig zündet er einen Böller nach dem anderen mit seiner Zigarette im Mund an. Hat Lust, ein bisschen herumzulärmen. Wir auch. Anschließend wird gemeinsam die Bar geleert. Die sieht übrigens so aus, als wäre schon etwas länger niemand mehr hier gewesen…


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