Chilianbau in Myanmar

Myanmar hat viele Probleme. Aber Myanmar hat auch viele Chancen. Nach langer Isolation wurden mittlerweile fast alle politischen und wirtschaftlichen Sanktionen gegen Myanmar aufgehoben. Seit 2012 gibt es endlich ein Gesetz, das Auslandsinvestitionen in myanmarische Unternehmen regelt. Das kann das Land entscheidend voran bringen, denn Myanmar hat enormes wirtschaftliches Potenzial. Okay, Myanmar ist hinter Afghanistan der zweitgrößte Opium-Produzent. Aber Myanmar besitzt auch wichtige Rohstoffe wie Edelhölze und Kupfer, große Wasserkraftreserven und die größten Erdgasvorräte Südostasiens. Und: Myanmar hat riesige landwirtschaftliche Nutzflächen mit reichhaltigen Böden, die sich beispielsweise hervorragend für den Chili-Anbau eignen. Womit wir schon wieder bei den Problemen wären. Myanmar fehlen Investitionen und verarbeitende Industrie. Die hervorragenden und schön-scharfen Chilis, die wie auf dem Foto mühevoll per Hand sortiert werden, können in Myanmar nicht verarbeitet werden. Sie werden für einen Ramschpreis nach China verscherbelt, um sie teuer verarbeitet als Paste oder Pulver wieder zu reimportieren. Für mich ist das unvorstellbar. Das will mir nicht in den Kopf.

Übrigens importiert Myanmar auch Autos aus China. Die Lenkräder sind deshalb auf der falschen Seite. Aber das ist wieder eine andere Geschichte… 


Chilianbau, Kalaw, Lake Inle, Myanmar

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